Wenn knapp 500 Personen nach Andechs strömen und den Florianstadl bis auf den letzten Platz füllen, ist sicher: Politprominenz ist nicht weit.
Zu Gast beim Starnberger Kreisverband der CSU war Ministerpräsident Dr. Markus Söder für den kommunalen Wahlkampf-Endspurt bis zum nächsten Sonntag. Genau 8 Tage vor der Kommunalwahl nahm er sich die Zeit in den Landkreis zu kommen und stellte sich den Fragen von Frau Dr. Ute Eiling-Hütig.
Nebst vielen Gästen waren Bundestagsabgeordneter Michael Kießling, Landrat und kommunaler Spitzenkandidat Stefan Frey, Bezirksrat Harald Schwab und viele Kandidierende aus den Gemeinden sowie für den Kreistag anwesend.
In der Begrüßung dankte Dr. Eiling-Hütig den Anwesenden für ihr Kommen, dem Ministerpräsidenten für seinen Besuch und sein Engagement für den Kreis. Erst kürzlich hätten sie gemeinsam eine Förderung in Millionenhöhe in Oberpfaffenhofen übergeben.
Der Saal nahm sich einen Moment der Verstorbenen zu Gedenken und insbesondere dem am Freitag beerdigten kleinen Jungen aus Starnberg, der vor Kurzem in einer schrecklichen Tragödie ums Leben kam. Im Anschluss bat die CSU-Kreisvorsitzende unter Applaus den Ministerpräsidenten zu sich auf die Bühne.
Die Gesprächsthemen waren vielfältig. Von dem kürzlich angeschnittenen Social-Media-Verbot für Jugendliche, über den schönsten Landkreis in ganz Bayern bis hin zu Olympia. Gerade die Förderung des Sports, der olympischen Spiele und ebenso der paralympischen Spiele können für Bayern und die Stadt München nur bereichernd sein, so Dr. Markus Söder. Die Leidenschaft und Leistung aller Sportler sei beeindruckend und könne sich auf die Besucher wie die Wirtschaft nur positiv auswirken, führte er weiter.
Das Herzensthema des Ministerpräsidenten, die Raumfahrt, wurde ebenso angesprochen. Er freute sich über die Entwicklungen am Standort Oberpfaffenhofen und erzählte von seiner Vision Bayern zum Luft- und Raumfahrtzentrum Nummer 1 in Deutschland zu machen. Er sei belächelt worden für die Pläne und nun sei der Landkreis Starnberg auf dem besten Weg diese Vision voranzubringen.
Als Überraschungsgast holte Dr. Eiling-Hütig Landrat Stefan Frey auf die Bühne, der dem Ministerpräsidenten mit einem Augenzwinkern und viel Charme das Versprechen abnahm im kommenden Sommer eine gemeinsame Seeüberquerung zu machen. Er bot an den Personenschutz zu entlasten und auf den Ministerpräsidenten aufzupassen. Sowohl Dr. Söder als auch dem Saal entlockte dies mehr als nur ein kurzes Lachen.
Auf den amüsanten Moment folgte jedoch gleich ein ernstes Thema. Frey berichtete wie herausfordernd Entscheidungen aus Berlin seien. Er wäre der Meinung wer verpflichtende Aufgaben anschaffe, müsse auch dafür zahlen und nicht den Landkreisen sowie Kommunen zur Last legen. Der Ministerpräsent sprach sich für Freys Forderung aus und betonte wie wichtig es sei dort gemeinschaftliche Lösungen zu finden und Kommunen zu entlasten.
Der fulminante Vormittag nahm seinen Abschluss mit dem gemeinsamen Singen der Bayern- und Deutschlandhymne, einigen Fotos mit dem Ministerpräsidenten und entspannter Atmosphäre bei Brezn und Leberkäs.
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